drying and curing of fresh cannabis buds

Frisches Cannabis trocknen und curen

  • Die Ernte ist für viele Grower der beste Augenblick des Jahres. Natürlich wollt ihr die Früchte eurer Arbeit einholen und die saftigen Buds kosten, die ihr mit so viel Liebe und Sorgfalt umhegt habt.
  • Damit hat sich die Sache jedoch keineswegs erledigt: Frisches Cannabis enthält nahezu 75 % Wasser, das verdunsten muss, bevor ihr eure Buds konsumieren könnt. Um das übermäßige Wasser loszuwerden, müsst ihr die Buds langsam trocknen und curen.
drying and curing of fresh cannabis buds

Richtiges Trocknen und Curing sind ein entscheidender Punkt für die Produktion von hochwertigem Marihuana. Im Laufe dieses Prozesses könnt ihr den Geruch, Geschmack und die Potenz eures Cannabis verlieren, erhalten oder steigern. Schlechtes Trocknen kann sogar die besten Buds ruinieren. Dieser Prozess ist quälend langsam, wenn ihr aber geduldig seid, belohnen euch Buds mit besserem Geschmack, Aroma und Effekt.

Frische Cannabis-Buds trocknen

Beim Trocknen muss der Wassergehalt der Buds von 75 % auf 10–15 % gesenkt werden, was normalerweise um die 10 bis 14 Tage dauert. Damit das einwandfrei funktioniert, solltet ihr sicherstellen, dass der Ort, an dem ihr trocknen werdet, folgende Kriterien erfüllt:

  • Belüftung: Der Raum braucht ein gewisses Mindestmaß an Luftaustausch.
  • Diskretion: Die Marihuana-Pflanzen riechen in der Trockenphase sehr intensiv. Wählt deshalb einen diskreten Ort oder verwendet einen Geruchsfilter.
  • Temperatur: Stellt nach Möglichkeit sicher, dass die Temperatur in eurem Trockenraum 27 ºC nicht übersteigt.
  • Beleuchtung: THC zerfällt bei Lichteinwirkung, deshalb muss der Raum dunkel bleiben.
  • Feuchtigkeit: Meidet zu viel Luftfeuchtigkeit im Trockenraum, sonst könnt ihr euch Schimmel und andere Pilze einfangen.

So trocknet ihr eure Marihuana-Pflanzen richtig

  •  Hängt die Pflanzen kopfüber auf: Ihr könnt die ganzen Pflanzen aufhängen oder sie in Zweige zerteilen, das ist Geschmacksfrage. Wie ihr euch aber entscheidet, ihr solltet immer verhindern, dass sich die Zweige berühren oder zu nahe aneinanderhängen, das zieht sonst vielleicht Schimmel oder andere Pilze nach sich.
  • Wenn ihr die Temperatur eures Trockenraums regulieren könnt, haltet sie die ersten 3 Tage über bei 20 ºC. So trocknen die Buds schnell, aber nicht zu sehr. Nach diesen 3 Tagen solltet ihr die Raumtemperatur auf 17–18 ºC senken, um den Trockenprozess zu verlangsamen.
  • Sorgt die ersten drei Tage über nach Möglichkeit für eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 45 %–50% in eurem Trockenraum. Danach solltet ihr die Feuchtigkeit wieder auf 60 % hochsetzen, abermals, um den Trockenprozess des Marihuanas zu verlangsamen.
  • Luftzirkulation. Es ist sehr wichtig, dass in eurem Zimmer genug Luft durchzieht, deshalb empfiehlt sich ein elektrischer Ventilator, der auch beim Kontrollieren von Temperatur und Feuchtigkeit hilft. Ihr solltet den Ventilator allerdings nicht direkt auf die Buds ausrichten, da sie sonst ungleichmäßig trocknen.
  • Untersucht die Buds, wenn möglich, täglich, um sicherzugehen, dass sich keine Schimmel oder Pilze auf ihnen bilden.

Daran erkennt ihr, ob das Cannabis schon trocken ist

Normalerweise dauert die Trockenphase zwischen 15 und 30 Tagen. Ein gutes Zeichen dafür, dass sie sich ihrem Ende neigt, ist, wenn ihr denn Stängel mit den Fingern ganz leicht durchbrechen könnt. Biegt er sich noch, muss er noch etwas länger trocknen. Ihr werdet schon erkennen, wenn es soweit ist…

Es ist sehr wichtig, dass die Buds nicht zu schnell trocknen. Beim Trocknen verdunsten nicht nur die Feuchtigkeit, sondern auch das Chlorophyll und andere Pigmente im Pflanzengewebe. Wenn die Blüten zu schnell trocknen, haben einige dieser Pigmente nicht genug Zeit zum Zerfallen. Cannabis mit hohem Chlorophyllanteil besitzt aber oft einen bitteren Geschmack und irgendwie „grünen" Geruch – ein gewichtiger Grund dafür, das Trocknen nicht zu überstürzen.

Getrocknete Marihuana-Buds curen

Wenn die Buds richtig getrocknet sind, ist es Zeit, sie zu curen und das Endprodukt in ein luftdicht verschlossenes Glas zu packen. Richtiges Curing garantiert den Buds besseren Geschmack und Duft. Wenn ihr es liebt, euch die fruchtigen Nuancen von Strawberry Amnesia oder den tiefreifen Käsegeschmack von Cheese auf der Zunge zergehen zu lassen, werdet ihr diese Methode lieben, denn mit ihr erreicht das aromatische Potenzial einer Sorte seinen Höhepunkt. Das liegt daran, dass die Buds auch nach dem Trocknen noch Chlorophyll-Restbestände aufweisen. Das Magnesium, das sie enthalten, verleiht dem Marihuana jenen herben, für viele unangenehmen Geschmack. Dieser Geschmack nach „Grünzeug" kann jedoch durch richtiges Curing getilgt werden, normalerweise innerhalb von 4 bis 8 Wochen.

So curt ihr eure Marihuana-Buds richtig

Eine effiziente, einfache und günstige Curing-Methode ist die Verwendung von Gläsern.

  • Trennt nach der Trockenphase – d. h. sobald ihr feststellt, dass ihr die Zweige leicht brechen könnt – mit einer Schere die Buds von den Zweigen.
  • Besorgt euch luftdicht verschließbare Gläser mit Deckeln und stellt sicher, dass die Öffnungen groß genug sind, dass ihr gut mit der Hand hineinkommt. Das erleichtert euch das Hantieren mit den Buds und das Aufsammeln der Trichome, die beim Curing unweigerlich auf den Glasboden fallen werden.
  • Füllt die Buds in die Gläser und stellt diese an einen kühlen, dunklen Ort. Drückt die Buds dabei nicht zu eng aneinander, da beim Curing ausreichend Luft zwischen sie kommen muss.
  • Öffnet die Gläser einmal am Tag und vergewissert euch, dass sich kein Schimmel auf den Buds gebildet hat. Lasst die Gläser eine Weile lang offen stehen, etwa eine Stunde lang, und schließt sie wieder. Macht euch keine Sorgen, wenn ihr bemerkt, dass die Buds schwitzen. Genau das soll passieren, damit das überschüssige Wasser verschwindet. Durch die Abstände, in denen ihr die Gläser öffnet und wieder schließt, kontrolliert ihr, wie trocken oder wie feucht eure Marihuana-Buds sein sollen.

Was passiert, wenn euer Cannabis beim Curing zu stark getrocknet ist?

Wenn die Marihuana-Buds zu stark trocknen, kann das einen Aroma- und Geschmacksverlust nach sich ziehen. Die beste Methode, damit sie wieder den richtigen Feuchtigkeitsgrad bekommen, ist, sie mit noch nicht gecurtem (und deshalb feuchterem) Cannabis zu vermischen. So verteilt sich die Feuchtigkeit gleichmäßig, und die zu trockenen Buds erlangen wieder das optimale Niveau an Aroma und Feuchtigkeit.

Wie viel Zeit braucht ihr für das Curing eurer Marihuana-Buds?

Das Curing von hochwertigem Marihuana ist wie der Alterungsprozess eines guten Weins. Es braucht Zeit, damit sich die volle Duftintensität und der sanfte, nachhaltige Geschmack entwickeln können. Ein Zeitfenster fürs Curen festzusetzen, ist sehr schwierig, da alles sehr relativ ist und auf den Geschmack des Konsumenten ankommt. Meistens curt man zwischen 4 und 8 Wochen, da man annimmt, dass Cannabis nach 8 Wochen seinen geschmacklichen und aromatischen Höhepunkt erreicht. Aber das ist natürlich abermals eine Frage des individuellen Geschmacks und der Bedingungen, die beim Curing herrschten. Manche curen sogar bis zu einem Jahr! Man sollte jedoch im Kopf behalten, dass dies das THC zerfallen lässt und die psychoaktive Wirkung schwächt. Außerdem hat so ein „Vintage"-Cannabis einen narkotischeren Effekt, da sich ein Teil des THCs dann in CBN umgewandelt hat, ein Cannabinoid mit beruhigenden Eigenschaften. Wie wir also bereits erklärt haben: Es kommt ganz darauf an, wie ihr das Cannabis verwenden wollt und was euch am besten gefällt.

03/10/2014

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