„Das Leben mit Cannabis hat meine Vitalfunktionen normalisiert. Das ist kein Hexenwerk, sondern Cannabis-Neurowissenschaft!“

  • Crystal Favel leidet an frontotemporaler Demenz, einer seltenen Krankheit, die die für Persönlichkeit, Verhalten und Sprechen zuständigen Gehirnregionen schädigt.
  • Die Kanadierin hat trotzdem niemals aufgegeben. Als die traditionelle Medizin die verheerenden Folgen ihrer Erkrankung nicht mehr lindern konnte, griff sie auf Medizinalhanf zurück.

Könntest du uns etwas mehr über deine Krankheit berichten?

Ich habe frontotemporale Demenz. Das ist ein Sammelbegriff für vier Hirnerkrankungen bzw. Demenz-Varianten. Ich habe die erste Störung, die als exekutive Dysfunktion bezeichnet wird, und bin deshalb ein frühzeitiger Alzheimer-Fall. Ich habe die Diagnose am 14. November 2016 erhalten und seitdem damit gekämpft. Zudem leide ich an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung, Angstattacken, dem Reizdarmsyndrom sowie Divertikulose. Ein Jahr lang habe ich mich einer kognitiven Verhaltenstherapie, psychologischer Beratung und Ergotherapie unterzogen.

Was sind die Symptome dieser Erkrankung, und inwiefern hat Cannabis dir gegen sie geholfen? Welche Verbesserungen hast du bemerkt?

Die frontotemporale Demenz (FDT) führt zu einem Zellsterben, durch das die Stirn- und Schläfenlappen des Gehirns schrumpfen. Es handelt sich also um eine Reihe von Erkrankungen, die durch zelluläre Degeneration hervorgerufen werden und vor allem die für Persönlichkeit, Verhalten und Sprechen zuständigen Bereiche schädigt. Nach der Alzheimer's Association gehen vielleicht 20–50 % der Demenzerkrankungen bei Menschen unter 65 auf das Konto der FDT.

Folgende Symptome haben sich bei mir verbessert:

  1. Schlechtes Urteilsvermögen
  2. Verlust des Einfühlungsvermögens
  3. Soziales Fehlverhalten
  4. Verlust der Hemmschwelle
  5. Repetitiv-zwanghaftes Verhalten
  6. Unfähigkeit zur Konzentration oder Planung
  7. Häufige, abrupte Stimmungsschwankungen
  8. Sprechstörungen
  9. Gleichgewichts- und motorische Störungen
  10. Gedächtnisverlust

Was sich verbessert hat:

Zur FTD gehören vier Erkrankungen, die ich als vier Phasen mit tödlichem Ausgang betrachte. Diese Störungen führen zu den oben genannten Symptomen, die teilweise stärker, teilweise schwächer ausgeprägt sind, da sie je nach Alter, Geschlecht und Umgebung bei jedem unterschiedlich ausfallen. Mit Cannabis sind all meine Symptome schwächer. Aber es fällt mir leichter, die Verbesserungen in chronologischer Reihenfolge zu schildern und zu sagen, wann welches Symptom schwächer wurde. Zu dem Zeitpunkt, als ich zum ersten Mal mein eigenes Öl herstellte, hatte ich bereits alle therapeutischen Möglichkeiten durch. Wenn ich mit einem Arzt zu tun hatte, führte dies jedes Mal nur noch dazu, mich daran zu erinnern, wie krank ich war.

In meinem Kopf war tiefe Nacht. Ich konnte nicht mehr in ganzen Sätzen sprechen, geschweige denn lesen oder einen ganzen, sinnvollen Satz schreiben. Ich ging nicht mehr aus dem Haus und weigerte mich, mit Fremden zu reden. Kaum zwei Tage, nachdem ich mit den ersten Mikro-Dosen begonnen hatte, stellte mein Ehemann bereits eine Veränderung fest. Es ging mir jeden Tag besser, und ich lächelte viel öfter. In den 6 Monaten, in denen ich mein LG2 Oilzheimer's eingenommen habe, habe ich mich Tag für Tag kräftiger gefühlt.

Nach einem Jahr hatte ich die Hauptsymptome im Griff; der Verkümmerungsprozess meines Gehirns schien nicht mehr weiterzulaufen. Ich begriff, dass der Verfall sich stabilisiert hatte, weil ich nach und nach mehr gute als schlechte Tage hatte. Ich begann sogar, Routineabläufe wieder zu erlernen: aufstehen, aus dem Haus in die Öffentlichkeit gehen – das war ein Riesenschritt in Richtung Heilung! Wenn die Pferde nicht wären, die ich jede Woche zur Therapie besuche, weiß ich nicht, ob ich es schaffen würde, irgendwann wieder zu vertrauen.

Die Symptome machten sich nicht mehr konstant bemerkbar, sondern nur noch periodisch. Meine chronischen Kopfschmerzen wurden schwächer und seltener. Ich merkte, dass meine Gesamtstimmung sich zu heben begann, und fühlte mich nicht mehr, als wäre ich am Sterben. Es war immer noch schwer, mich an die Vergangenheit zu erinnern, doch ich behielt jeden Tag neue Informationen bei mir – bemerkenswert!

Mittlerweile nutze ich Cannabis seit zwei Jahren medizinisch. Ich habe nicht nur das Fortschreiten meiner Krankheit gestoppt, sondern meine kognitiven Beschwerden auch Tag für Tag verbessert. Jetzt mache ich sogar Pläne für die Zukunft statt für meine Beerdigung! Es macht mir Spaß, meine Medizin selbst anzubauen, und ich glaube daran, dass diese Grow-Therapie die exekutiven Funktionen meines Gehirns wieder zum Laufen bringt.

Das hält mich in einem kontinuierlichen Lernprozess, auf den ich jetzt nicht mehr verzichten möchte. Den Rest meines Lebens verbringe ich damit, Sorten für Hirntherapien zu testen und ausgehend davon, wie ich sie vertrage und auf sie reagiere, Erfahrungsberichte zu verfassen. Das Leben mit Cannabis hat meine Vitalwerte normalisiert, wie mein Arzt wöchentlich überprüfte.

Je mehr Leute mein Öl testen, desto mehr sind von meiner Mission überzeugt. Das ist kein Hexenwerk, sondern Cannabis-Neurowissenschaft!

Das Fortschreiten meiner Krankheit wurde nicht nur gestoppt, auch meine kognitiven Beschwerden haben sich Tag für Tag verbessert. Jetzt mache ich sogar Pläne für die Zukunft statt für meine Beerdigung!

Welche Konsummethoden nutzt du zur Behandlung deiner Erkrankung?

Ich vape gern und rauche auch. Öl in Mikro-Dosierungseinheiten und Vapen reichen mir, um über den Tag zu kommen. Joints rauche ich, wenn es irgendwelche Trigger gibt oder ich Panikattacken bekomme; das beruhigt mich immer sofort. Das ist das Tolle an dieser Pflanze: Sie hilft mir in vielerlei Hinsicht.

Mein größtes Problem war nur, dass das Öl, das ich brauchte, nicht auf dem Markt erhältlich ist und ich es selber machen musste.

Die beste Lösung war also, das Cannabisöl selbst herzustellen?

Ja, die beste Lösung war, möglichst reines Öl mit maximal hohem CBD-Gehalt und Kush-THC herzustellen. Dabei habe ich vor allem Probleme, an eine kontinuierliche Bezugsquelle für diese Strains zu kommen. Ich werde wirklich nervös, wenn mein Vorrat zur Neige geht.

Als erstes musste ich nach den besten Sorten suchen, die die von mir benötigten Charakteristika aufwiesen. Zweitens musste das ganze Verfahren organisch ablaufen, ohne Chemikalien, ohne Synthetik, aber auch ohne Pflanzen mit Krankheiten oder Schädlingen – natürlich von Anfang bis Ende. Und schließlich musste ich noch jemanden finden, der mir das alles beibringen konnte, obwohl mein Gehirn beschädigt ist. Das ist kein Leichtes, wenn man gerade versucht, sein Leben zu retten. Aber es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.

Warum ist deine Wahl genau auf diese Sorten gefallen?

Nachdem ich die richtige Sorte herausgefunden hatte, entwickelte ich ein Rezept, um die Symptome meiner neurodegenerativen Erkrankung zu behandeln und den Degenerationsprozess zu verlangsamen. Angesichts der Tatsache, dass ich nur eine Lebenserwartung von 3–5, maximal 10 Jahren habe, musste ich schnell lernen und sehr konstant sein. Am Ende hatte ich innerhalb von 2 Jahren 7600 Stunden damit verbracht, über Neuro-Cannabis zu forschen. Warum? Es gab noch nie ein Rezept für und keine Grow-Zeitschrift, die sich mit meiner Krankheit auseinandergesetzt hat. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, die Sorte mit dem höchsten CBD-Gehalt (zur Reduzierung der Entzündungen), einem mäßigen THC-Gehalt (Schmerzkontrolle) und einem möglichst schnellen Wachstum (Autoflowering) zu finden.

Eins der Strains, die mir letzten April aufgefallen sind, ist eure OG Kush Autoflowering CBD. Sie hatte den höchsten CBD-Gehalt, den ich bei einer Autoflowering-Pflanze finden konnte, und genau die Kush-Eigenschaften, die ich brauche. Später im Sommer stieß ich auf Dinamed CBD und Dinamed CBD Plus, und habe sie mir auch direkt geholt.

Die Welt muss erfahren, dass diese Sorten sich wunderbar für die Herstellung medizinischer Öle eignen. Meiner Meinung nach hat Dinafem Seeds eine Marktlücke gefüllt und bietet Growern mit chronischen Hirn- oder körperlichen Beschwerden die Möglichkeit, innerhalb von kürzester Zeit Sorten mit maximalem CBD- und genau dem richtigen THC-Gehalt anzubauen, um sich einen klaren Kopf und sanfte Euphorie zu holen.

Mit anderen Worten: eine Pflanze, die schnell genug wächst, um innerhalb von 3 Monaten Öl herstellen zu können. Es ist kein leichter Prozess, aber es bereitet mir gerade so viel Freude wie nichts anderes.

Hat das Öl irgendeinen Haken?

Der einzige negative Aspekt ist, dass ich mein Öl nicht mit Labortests überprüfen kann. Außerdem muss ich immer aufpassen, dass die euphorisierende Wirkung nicht zu stark ausfällt, weil dies meine Symptome triggert – ein schmaler Grat! Mein Öl ist etwas ganz Besonders: Es enthält viel Omega 3-Fettsäuren, stammt von einer frischen Ernte, enthält das volle Spektrum, aber keine Käfer, keinen Schimmel, keine Pestizide, Synthetika, Chemikalien … – nur rein organisches Öl, worum ich mich 24 h am Tag kümmere.

Ich habe hohe Anforderungen, denn es ist ein Lauf gegen die Zeit. Mein kleiner Garten ist mein Rettungsring. Ich wachse mit den Pflanzen, wir haben eine symbiotische Beziehung, und das rettet mir das Leben. Das Growen ist eine Übung für mein Gehirn und verschafft mir Kenntnisse, die mir helfen, mich an Dinge zu erinnern. Ich habe das Gefühl, jetzt alles machen zu können!

Mein kleiner Garten ist mein Rettungsring. Ich wachse mit den Pflanzen, wir haben eine symbiotische Beziehung, und das rettet mir das Leben.

Hast du auch mit anderen Sorten experimentiert?

Ja, habe ich. Es war wichtig, dass ich so viel wie möglich probiere und mich dann auf die Sorten konzentriere, die mir am meisten helfen. Ich habe viel dazu gelernt seit März 2016; es war wirklich eine steile Lernkurve, da ich kognitive Defizite habe, die mich beim Erinnern und Sprechen behindern.

Ich vergesse ständig alles und muss deshalb alles aufschreiben und Protokolle für die Zukunft anfertigen. Mein Traum wäre es, länger zu leben, als mir prognostiziert wurde, denn ich genieße es wirklich, diese Sorten anzubauen. Das ist mein Leben! Ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen!

Haben manche Sorten besser funktioniert als andere?

Meine Lieblingskombination für den Tag sind Indicas mit hohem CBD-Gehalt und einem kleinen Sativa-Anteil. Das Problem mit anderen CBD-reichen Strains, die ich ausprobiert habe, ist, dass sie so lange brauchen, manchmal bis zu 16 Wochen, und ich einfach nicht die Zeit und die Mittel habe, so lange zu warten! Wenn ich es bei einer Pflanze vermassle, ist das ein kritischer Zeitverlust. Ich arbeite nicht in einem Beruf, das ist jetzt meine freiwillige Mission im Leben, aber meine Zeit ist kostbar, und meine Mittel als Patient ebenso. Ich weiß, dass ich bei den letzten Sorten auf dem richtigen Weg war, und habe Öl-Rezepte entwickelt, die meine Krankheit gemeinsam mit anderen Hirntherapien momentan stabilisiert haben.

Obwohl auch neue Symptome hinzugekommen sind, lerne ich dank adulter Neurogenese jetzt doppelt so schnell, als es die Degeneration meines Gehirns vorher je erlaubt hätte, und gleiche mein Endocannabinoid-Defizit mit meinem lebensrettenden Öl wieder aus. Jetzt, wo meine Lebenserwartung steigt, hoffe ich sogar, meinem Leiden mit legalem Cannabis eines Tages ein Ende bereiten zu können.

Ist Cannabis das Heilmittel für neurodegenerative Erkrankungen?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns meine Hirnschäden ansehen und wissen, wie viel von dieser unsichtbaren Behinderung dauerhaft ist. Die „Dunkelheit" in meinem Kopf kann man ungefähr so beschreiben, als wäre ich blind im Kopf, ich habe keine Idee, was gerade gesagt oder getan wird und verstehe nicht, wenn mir jemand etwas zu erklären versucht. Ich kann meine keinen Gedanken fassen und bin bei jedem Schritt wie paralysiert.

Ich bin nur eine Mauer ohne Logik, ohne Worte, ohne einen Weg, der weiter geht. Ich bin wie ein Reh im Scheinwerferlicht, kann nicht über die Dunkelheit hinaus sehen. Das ist immer noch da …Kann ich die Funktionen von diesem Teil meines Gehirns voll zurückbekommen? Die Zukunft wird es zeigen. Es ist wichtig zu beachten, dass ich die meisten meiner Symptome immer noch habe, nur in schwächerer Ausprägung.

Ich habe immer noch Probleme mit dem Sprechen und mit der Sprache, aber keinen Zugang zu Sprachtherapie, deshalb sind manche Symptome immer noch da; es gab keine therapeutische Behandlung. Ich wäre nicht in der Lage, dieses Interview, das ich gerade schriftlich beantworte, mündlich klar und eloquent zu meistern. Fürs Schreiben und Lesen brauche ich doppelt so lange wie andere.

Wenn ich ein paar Tage lang nicht lerne, schreibe oder mein Spezialöl nehme, dann habe ich das Gefühl, dass die Symptome ganz leicht ausgelöst werden können. Ich muss mich jeden Tag an diese Routine halten, um mein Gehirn und meinen Körper zu trainieren. Meine Umgebung wird manchmal zur Stressquelle, und ich mache Rückschritte oder bekomme verzweifelte Panikattacken.

Häufig löst das Verhalten anderer Menschen mir gegenüber die Symptome aus. Glücklicherweise komme ich mithilfe meines Vapers und/oder im Notfall meiner Pfeife mittlerweile aus diesen Unruhe- und Panikattacken wieder heraus; die helfen mir auf jeden Fall, zur Ruhe zu kommen. Es ist nach wie vor ein Kampf, aber mit Cannabis als organische Waffe an meiner Seite werde ich den Krieg gewinnen!

Ich habe akzeptiert, dass ich nicht mehr dieselbe Person werde, die ich vor dem Gehirnschwund war. Beim Laufen fallen mir immer noch meine Pflanzen, Samen und Getränke herunter. Manchmal stolpere ich und falle hin, aber mit etwas Hilfe von meinen Freunden stehe ich wieder auf.

Mir ist klar, dass ich irreparable Gehirnschäden habe, die meine Lebensweise für immer verändert haben, aber ich komme damit klar. Aber es ist immer wichtig, sich selbst zu lieben! Alle von uns haben bis zu einem gewissen Grad Traumas erlebt. Wir müssen uns anpassen und weitermachen, damit Cannabis zur Zellregeneration beitragen kann.

Man muss es so sehr wollen, dass man auch mehr zu tun bereit ist als nur Mikro-Dosierungen von Cannabis-Öl einzunehmen, man muss wirklich an diese unverwüstlichste Pflanze der Welt glauben! Als ich meine erste Pflanze geklont habe, hatte ich plötzlich die Entstehung neuer Hirnzellen vor Augen. Wenn eine Pflanze wieder anfangen kann zu wachsen, warum dann nicht auch mein Gehirn?

Man muss wirklich tief in die Funktionelle Medizin und in die Neurowissenschaften eintauchen, den Körper als Ganzes behandeln und Cannabis nicht nur auf eine einzige Weise nutzen. Man muss lernen, was der Körper einem sagt, und sich daran anpassen.

Genau wie ein Fußballspieler muss man seinen Kopf, Körper und Geist trainieren, um zu gewinnen. Heute ist mir klar, dass meine schwierige Vergangenheit zu den Veränderungen in meinem Gehirn geführt hat. Ich habe nur mit dem Hanfanbau begonnen, weil ich beim Sterben nicht leiden wollte. Ich hatte keine Ahnung, dass es mir mit der Zeit langsam helfen würde, mich wieder besser zu fühlen.

Das Growen ist für mich zu einem Gehirntraining geworden, das mir das Einhalten von Routine und Zeitplänen, aber auch Rechnen, Tagebuchschreiben sowie soziale Kompetenzen abverlangt, Beschäftigung bietet und mich am Lernen hält.

Durch die Wiederholung erlerne ich wieder neue kognitive Fähigkeiten; meine Zukunft ist rosig und motivierend. Wäre jemand, der an Demenz stirbt, fähig, jeden Tag auf positive Weise schreiben? Es gibt immer Hoffnung. Ich glaube, dass Cannabis in Kombination mit den richtigen Therapien, Nachforschungen, einer gesunden Lebensweise und einer Familie, die einen unterstützt, wirklich eine lebensrettende Medizin sein kann. Man kann kein Partygänger sein und denken, dass LG2 Oilzheimer einen retten wird! Detox und Superfood sind unverzichtbar, um den Körper zu reinigen und die Batterien aufzuladen.

Schlechte Beziehungen zu beenden macht den Weg frei für positive Veränderungen. Meine Familie hat mich immer bedingungslos unterstützt und versteht meine Bedürfnisse sogar manchmal besser als ich selbst. Auch die Cannabis-Community ist einfach unvergleichlich, und das alles beginnt mit einem Samen! Das ist wirklich bahnbrechend, und man darf die Breeder nicht vergessen, die ihre Kraft in die Entwicklung und die Herausgabe von perfekten Genetiken für Menschen wie mich gesteckt haben, weil sie wussten, dass sie eine Marktlücke füllen würden, die Leben rettet.

Seht euch doch meinen Blog an, auf dem ich all meine Rechercheergebnisse zum Thema Neuro-Cannabis poste. 

Homestyle-Decarboxylierung & MB2-Anleitung "LG2 Oilzheimer's Rezept 3.0"
(Änderungen vorbehalten)

Frisch geerntet oder getrocknet, Vollspektrum, voller Entourage-Effekt, Gesamtpflanze, Omega 3-reich, käferfrei, pestizidfrei, lösemittelfrei, alkoholfrei, schimmelfrei, alles natürlich und auf ethische Weise angebaut, alternative Heilung, medizinisches Öl fürs Gehirn

Ausrüstung:

  • MB2 „Magical Butter Machine" (inkl. MB „Love Glove" und Siebfilter)
  • Waage
  • Mulltuch mit kleinen Clips
  • Einweghandschuhe
  • Backblech, mit Alufolie bedeckt
  • 1 Blatt Wachspapier
  • Pyrex-Glasmessbecher (für 4 Tassen)
  • Teelöffel
  • 1–3 Einweckgläser mit luftdichtem Verschluss, 16oz (ca. 473 ml) oder größer, je nachdem, wie ihr aufteilen wollt

Zutaten:

  1. 2–4 Unzen (57–113 g) frisch geerntete* oder getrocknete organische Buds mit hohem CBD- & niedrigem THC-Gehalt

*Frisch geerntet = direkt von der Pflanze nach Ende der Dunkelperiode

Man braucht doppelt so viel frische Ernte, da die Buds bei der Decarboxylierung deutlich kleiner werden.

Die Idee mit der frischen Ernte macht es möglich, die Buds und das Pflanzenmaterial direkt zu nutzen, statt beim Hantieren und Verarbeiten etwas von den für uns so wertvollen Trichomen zu verlieren. Theoretisch soll es eine höhere Potenz und einen reineren Geschmack ergeben. Manche sind aber der Meinung, dass gecurte Buds den Geschmack des Öls verbessern und erst die eigentlichen Flavonoide liefern, die Schmerzen und Entzündungen lindern sowie das Risiko für viele Krankheiten senken.

Warnung: Wenn ihr zu viele feuchte oder trockene Buds verwendet, kann diese auf die Hirnsymptome triggernd wirken.

  • 1–3 Unzen (28–85 g) frische oder gefrorene organische, zuvor abgewaschene Fächerblätter – schrumpfen sofort
  • 4 Tassen organisches Extra Virgin Olive Oil oder organisches Kokosöl (höchste Qualität)
  • 4 Teelöffel flüssiges Sonnenblumen-Lecithin (1 Teelöffel pro Tasse Öl)

Anleitung:

1-Den Ofen auf 230 ºF (110 ºC) vorheizen. Einen Streifen Alufolie auf das Backblech legen, damit bei der Decarboxylierung keine Trichom-/Kristallreste verloren gehen.

2-Einweghandschuhe anziehen. Sauberkeit und Ordnung wahren. Haarnetz und Koch- oder Laborkittel tragen, sofern möglich.

3-Pflanzenteile gleichmäßig auf dem Backblech verteilen.

  • Aufgrund ihrer unterschiedlichen Form und Dichte bauchen Blätter und Buds unterschiedlich lange, bis sie im Ofen decarboxyliert sind.
  • Die Buds sollten nicht größer sein als ein Fingerabdruck.
  • Zerbrecht die Buds von Hanf ganz sanft, um die Trichome nicht zu beschädigen. Entfernt die Stängel und unerwünschtes Pflanzenmaterial (gelbe/welke Blätter). 1a-Qualität und Sauberkeit sind beim Material absolut entscheidend!

4-Das Backblech genau in die Mitte des Ofens schieben (Schienen anpassen, wenn nötig) und die Pflanzenteile bei derselben Temperatur 1 h 10 min decarboxylieren lassen, bis die Buds eine goldbraune und die Blätter eine tiefgrüne Farbe angenommen haben. Bleibt während dieses Prozesses immer wachsam, da die Öfen und Buds sich unterscheiden, Blätter manchmal dünner sind …

  • Von Zeit zu Zeit nachsehen, damit nichts verbrennt.
  • Da das Aroma sehr stark ist, solltet ihr vielleicht entsprechende Maßnahmen treffen.
  • Wenn die Buds/Blätter fertig sind, solltet ihr einen unverwechselbaren Geruch riechen können, der an geröstete Maronen erinnert. Bereitet euch darauf vor, dass euer ganzes Haus von diesem Geruch erfüllt sein wird.

5-Backblech aus dem Ofen holen und warten, bis es abgekühlt ist, was nicht lange dauert.

6- Legt einen Streifen Wachspapier auf der Arbeitstheke aus. Es sollte lang genug sein, damit all das decarboxylierte Pflanzenmaterial darauf passt.

7- Buds und Pflanzenreste sanft auf dem Wachspapier zerbröseln. Sie sollten nicht mehr feucht sein. Falls doch, müssen sie nochmal in den Ofen.

8-Vorsichtig ALLE Buds- und Pflanzenteile in den MB2 füllen, indem ihr das Wachspapier in der Mitte faltet wie ein Rolling Paper und dann alles in den MB2 kippt. Passt auf, dass es nicht herunterfällt – wir Hirnpatienten zittern ja leider gerne mal!

9- Extra Virgin Olive Oil (mein Tipp!) in den MB2 zugeben, bis das ganze Pflanzenmaterial bedeckt ist.

  • Stellt sicher, dass das Öl höher ist als die „Min."-Linie im Innern der Maschine. Sonst werden die Zutaten nicht richtig vermischt!

10- Flüssiges Sonnenblumen-Lecithin in den MB2 füllen und umrühren. Verwendet unbedingt flüssiges Sonnenblumen-Lecithin, keinen Ersatz; das ist ein natürliches Bindemittel & Medizin fürs Gehirn!

11- MB2 zumachen und Temperatur auf 160 ºF (71 ºC) einstellen.

12- Laufzeit von 8 Stunden programmieren. Der MB2 wird die ganze Zeit Lärm machen und ein konstantes Piepsen von sich geben, wenn er fertig ist.

13- Stecker herausziehen und den MB2 zum Waschbecken tragen.

14- Pyrex-Glasmessbecher ins Waschbecken oder eine andere bei Verschüttungsgefahr geeignete Oberfläche stellen. Vorsicht, das Öl ist heiß und spritzt leicht.

15- Love Glove überziehen und den Siebfilter über den Messbecher halten. Passt auf, dass der Netzstoff unten am Filter richtig im Messbecher ist, damit nichts herausläuft.

16- Den Inhalt des MB2 vorsichtig in den Siebfilter gießen. Haltet den Filter dabei mit dem Love glove, um euch nicht am heißen Öl zu verbrennen. Ihr könnt zum Filtern auch das Mulltuch mit den Clips verwenden. Arbeitet langsam und versucht, so viel Material wie möglich durchzusieben, wenn möglich auch den matschigen Rest, der unten im MB2 bleibt, damit ihr wirklich die ganze Pflanze und alle Buds, die ihr angebaut habt, nutzt.

17- Bedeckt den Messbecher mit Frischhaltefolie und einem dünnen Handtuch und lasst das Öl über Nacht abkühlen. Achtet darauf, dass keine Luft und kein Licht daran kommen.

18-24 h später füllt ihr das Öl über das Mulltuch mit den Clips in das luftdicht verschließbare Einweckglas, um es noch einmal zu filtern, bis ihr mit der Konsistenz des Öls zufrieden seid. Wenn ihr keine Pflanzenreste im Öl wollt, könnt ihr noch einmal filtern. Dann solltet ihr allerdings besser einen größeren Behälter verwenden, an das das Mulltuch besser anschließt. Alles Geschmackssache!

19- Verschließt das Glas und stellt es an einen kühlen, dunklen Platz. Wenn ihr das Öl direkt verwenden wollt, dann passt auf, dass möglichst wenig Licht und Luft daran kommt. Falls ihr zur Mikro-Dosierung Kapseln oder Gläser mit Pipetten verwenden wollt, könnt ihr auch eine kleine Menge des Öls abzweigen und an einen kühlen, trockenen Ort stellen, z. B. oben in den Kühlschrank oder in einen Schrank. Vergesst nicht, das Öl vor dem Konsum zu schütteln, da sich mit der Zeit unten ein Satz bildet.

20- Passt das Rezept an, je nachdem, wie der Patient das Öl verträgt. Falls er vorher noch nie Cannabis konsumiert hat, solltet ihr besser mit einer möglichst kleinen Menge beginnen, falls doch, könnt ihr das nächste Mal mehr Buds verwenden. Denkt daran, dass ihr sowohl das CBD braucht, das gegen Entzündungen wirkt, als auch das schmerzlindernde THC. Das Zusammenwirken beider ist es, das eurem Endocannabinoid-System neue Energie liefert.

Die Kombination aus diesem Oilzheimer's-Rezept und natürlichen Methoden der Gehirntherapie hat mein Leben verlängert und mir neue Hoffnung geschenkt. Ich widme es allen, die an Demenz, Alzheimer oder anderen neurodegenerativen Krankheiten leiden sowie allen, die sie pflegen!

 

13/02/2019

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