Raíces en aeroponía

Warum die Aeroponik den Hanfanbau revolutionieren könnte

  • Die Aeroponik ist für die Landwirtschaft ein großer Durchbruch, da sie eine effizientere Ressourcennutzung ermöglicht.
  • Die Pflanzen haben keinen direkten Koantakt mit der Erde, sodass Wasser und Nährstoffe direkt auf die Wurzeln aufgesprüht werden.
  • Kanadische Firmen, die hohe Summen in die Erforschung sowie Entwicklung von aeroponischer Technologie investieren, wachsen zunehmend zu den Marktführern.
Raíces en aeroponía

Während die landwirtschaftlich nutzbare Fläche aus klimatischen, politischen oder wirtschaftlichen Gründen zunehmend abnimmt, steigt die Besorgnis um Wasser- und Energieressourcen kontinuierlich. Deshalb werden verstärkt neue Modelle ausgelotet, die die Landwirtschaft zu einer nachhaltigeren Praxis machen sollen. Ein System scheint dabei eine regelrechte Revolution darzustellen: die Aeroponik.

Auch die Cannabis-Welt blieb von diesen Fortschritten nicht ausgenommen, umso mehr, als der aeroponische Anbau eine interessante Lösung für Indoor-Kulturen darstellt, da er eine beständige, hochwertige Produktion ermöglicht und dabei Platz sowie Ressourcen spart. Das neue Anbaumodell eröffnet eine ganze Fülle von Möglichkeiten, aber auch Risiken, die die Marihuana-Produzenten einzuschätzen und zu bewältigen lernen müssen, um das volle Potenzial der Aeroponik nutzen zu können. 

Was ist Aeroponik?

Aeroponik ist eine Anbaumethode, die vor allem in Gewächshäusern zum Einsatz kommt und bei der die Entwicklung der Pflanzen vor allem von der richtigen Nutzung der Nährstoffe abhängt. Die Pflanzen werden nicht im Boden oder in einem anderen Substrat angebaut, sodass die Wurzeln frei liegen und über ein Lüftungssystem belüftet sowie direkt mit Wasser und Dünger besprüht werden. Das kontinuierliche Bewässerungssystem und die Steuerung von Licht, Nährstoffen, Wasser, Temperatur und pH-Wert verhelfen zu besonders hochwertigen Kulturen. Dass keine Pestizide zum Einsatz kommen, ist ebenfalls ein Vorteil und verbessert die Erträge in zeitlicher und quantitativer Hinsicht, was die Aeropobik auch für den industriellen Anbau interessant macht.

In einer Aeroponik-Kultur sind alle wichtigen Größen sowie Nährstoffe kontrolliert und externe Faktoren weitgehend eingeschränkt. Die Pflanzen werden in einem passenden Aufhängesystem angebracht und über Kanülen mit allem Notwendigen versorgt.

Bei der Aeroponik handelt es sich keineswegs um ein Novum, es gibt diese Technik vielmehr schont seit längerem in verschiedensten Variationen. Seitdem sich die Kosten und Probleme im Bereich des Anbaus von essbaren Agrarerzeugnissen zunehmend mehren, ist sie jedoch regelrecht wiederaufgelebt, vor allem für kleinere Betriebe, die nach einer höheren Rentabilität streben.

Vorteile

Die aeroponische Landwirtschaft bietet zahlreiche Vorteile. Beispielsweise ermöglicht sie eine effizientere Nutzung der Wasservorräte: Man braucht bis zu 90 % weniger Wasser als mit traditionellen Anbaumethoden mit Erde und bis zu 49 % weniger als mit der effizientesten Hydrokulturbei zugleich einwandfreien Resultaten. Dies reduziert nicht nur die Anbaukosten, sondern könnte, wenn es auf andere landwirtschaftliche Bereiche ausgeweitet wird, auch einen wichtigen Faktor für den Schutz des lebenswichtigen Guts Wasser darstellen.

Weiterhin kann man die Pflanzen in Aeroponik-Kulturen näher aneinandersetzen als in traditionellen Gärten, also auf kleinerem Raum mehr Pflanzen anbauen. Dies ist besonders praktisch für Orte, wo es wenig landwirtschaftlich nutzbaren, fruchtbaren Boden gibt.

Abgesehen von der effizienteren Nutzung der Ressourcen kann man verschiedenen Studien zufolge mittels Aeroponik hochwertigere Pflanzen erhalten als mit traditionellen Anbaumethode, was unter anderem daran liegt, dass die Wurzeln die Nährstoffe direkt erhalten, statt sie erst – wie auch die aller anderer Pflanzen – aus dem Boden ziehen zu müssen. Zudem ermöglicht das Verfahren den Bauern größtmögliche Kontrolle über die Entwicklung ihrer Schützlinge, da sie die Gesundheit der Wurzeln direkt überprüfen und passende Nährstoffformeln finden können.

Und schließlich sind die Pflanzen noch, da sie keinen direkten Kontakt zum Boden haben, vor vielen Schädlingen und Krankheiten geschützt, weshalb man auch auf Pestizide verzichten kann. Das macht diese Anbaumethode nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in ökologischer Hinsicht nachhaltiger.

Aeroponía metodo de cultivo

Kanadische Firmen

Obwohl der Sektor noch mitten in der Entwicklung steckt und sein großes Potenzial erst heute erkannt wird, reichen die Ursprünge der Aeroponik viel weiter zurück. Entwickelt wurde das Konzept bereits im 20. Jahrhundert von Botanikern, die damit die Struktur der Wurzeln untersuchen wollten. Ende der 1980er erfand und patentierte der amerikanische Ingenieur Richard Stoner eine der ersten modernen Aeroponik-Formen, einen Prototyp für den Pflanzenanbau im Gewächshaus, und gründete schließlich die landwirtschaftliche Biotechnik-Firma AgriHouse.

Fast 40 Jahre später hat die Firma James E. Wagner Cultivation, ein bedeutender kanadischer Cannabis-Produzent, sich entschieden, einen neuen Ansatz zu wagen und diese Technologie zu optimieren. Das von ihr entwickelte und patentierte aeroponische Anbauverfahren nennt sich GrowthStorm, baut auf dem ursprünglich von Stoner entwickelten System auf und verhilft nach Angaben der Firma zu Cannabisernten mit bis zu 25 % Cannabinoiden, während in der Branche sonst standardmäßig nur 20 % erzielt werden. Die Produktionsstätte der Firma ist eine modernisierte, 14 000 Quadratmeter große Anlage in Kitchener, Ontario, die durch ein neues, gerade noch im Bau befindliches Gebäude bald auf 32 000 Quadratmeter ausgeweitet werden soll. Außerdem plant die Firma, in naher Zukunft Verträge mit anderen lizenzierten Produzenten abzuschließen, um die Aeroponik-Technologie in der Cannabisindustrie weiter durchzusetzen.

Ende der 1980er erfand und patentierte der amerikanische Ingenieur Richard Stoner eine der ersten modernen Aeroponik-Formen. Bis heute gilt er als der Urvater dieser Anbaumethode.

James E. Wagner Cultivation ist jedoch keineswegs die einzige Firma, die sich auf dem Gebiet der Aeroponik einen Namen gemacht hat. Liberty Leaf Holdings etwa hat 2018 seine Anlagen im Tal von Okanagan in der Provinz British Columbia fertiggestellt und nutzt auf der 5 Hektar großen Anbaufläche ein firmeneigenes Aeroponik-System.

GrowX ist eine vor kurzem gegründete Agrartechnik-Firma, die ebenfalls Aeroponik-Systeme entwickelt und mit dieser verbesserten Technik nicht nur den Cannabis-Markt zu revolutionieren hofft, sondern die gesamte Welt des Vertical Farming. AeroFarms wiederum hat 30 Millionen Dollar (26 Millionen Euro) in die Erforschung und Entwicklung von vertikalen Anbauanlagen investiert, die Aeroponik-Methoden nutzen. Wie auch in den anderen genannten Firmen ist man sich des großen Potenzials dieser Technologie, die eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion ermöglichen könnte, dort völlig bewusst.

Raíces en aeroponía

Es ist kaum verwunderlich, dass die Cannabisindustrie die Entwicklungen im Bereich Aeroponik interessiert mit verfolgt, da für die Marihuana-Produktion exakt dieselben Faktoren wichtig sind wie für den Anbau von essbaren Agrarerzeugnissen. Nachdem Cannabisbauern häufig vor allem damit zu kämpfen haben, genügend Platz für ihre Kulturen zu bekommen, ist die Aeroponik, die ganz ohne Boden auskommt, eine äußerst praktische Alternative. Die Wasserersparnis wiederum kommt nicht nur den Bauern, sondern auch der Umwelt zugute. Vom Standpunkt der Firmen betrachtet ist das wichtigste Argument allerdings wohl vor allem die Tatsache, dass man mittels Aeroponik die Erträge der Kulturen erhöhen kann und trotzdem hervorragende Endprodukte erhält, die in Sachen Größe, Konsistenz, Cannabinoidqualität und Potenz nichts zu wünschen übrig lassen.

 

14/12/2018

Kommentare unserer Leser

Noch keine Kommentare vorhanden. Wollt ihr die ersten hinterlassen?

Kommentar hinterlassen

Kontakt

x
Kontaktier uns