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Marihuana rauchen verringert das Risiko für Fettleibigkeit und Diabetes

  • Dass Cannabis-Konsum Vorteile bei der Behandlung zahlreicher Krankheiten bringen kann, ist mehr als erwiesen.
  • Deswegen wurde in vielen Ländern der Gebrauch von Marihuana für medizinische Zwecke beschlossen oder befindet sich zumindest auf dem Weg zur Entkriminalisierung.
  • Jetzt kommen auch noch Diabetes und Fettleibigkeit hinzu und machen den einzig möglichen Weg frei: die Legalisierung.
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Während einige sich darum bemühen, der Legalisierung von Cannabis-Konsum immer mehr Steine in den Weg zu legen, konzentrieren viele andere ihren Kraftaufwand darauf, neue positive Argumente zu präsentieren, die von der Wissenschaft bekräftigt werden. Wenn nun schon in so vielen Teilen des Erdballs die Gesetze von den Behörden angepasst wurden, um den medizinischen Konsum dieser Pflanze für die Behandlung einer großer Anzahl von Krankheiten zu erlauben, dann liegt das vor allem daran, dass die positiven Auswirkungen mehr als erwiesen sind. Egal, wem das missfällt.

Zahlreiche Beschwerden können mit der geeigneten Sorte Pot gelindert werden. Von Angstzuständen oder Schlaflosigkeit bis zur Knochenentzündung, die von Arthritis verursacht wird, über Krämpfe und Zittern, die eine verheerende Krankheit wie Parkinson hervorruft. Und das ist noch nicht alles. Es gibt noch andere medizinische Anwendungen von Cannabis, die von allen bekannt sind, wie die Linderung von Übelkeit, verursacht durch Chemotherapie bei der Behandlung von Krebs oder durch die Medikation, mit der die Auswirkungen von Aids bekämpft werden.

Trotzdem wussten bis jetzt nur sehr wenige vom Zusammenhang zwischen Blutzucker und dem Konsum von Marihuana. Eine vom American Journal of Medicine veröffentlichte Studie hat die positiven Effekte von Cannabis-Konsum aufgezeigt, um zwei der einflussreichsten Beschwerden des 21. Jahrhunderts zu vermeiden: Fettleibigkeit und Diabetes.

Zwei Krankheiten, die aufgrund zahlreicher Gründe den Gesundheitsbehörden Kopfschmerzen bereiten. Der neue Lebensrhythmus, die vielen Unregelmäßigkeiten unserer alltäglichen Ernährung oder die unzureichende körperliche Bewegung haben dazu geführt, dass in den fortschrittlichsten Gesellschaften die Zahl der Personen mit Übergewicht in den letzten Jahren überproportional angestiegen ist.

Iss diesen Kuchen ohne Angst

Wir alle wissen, dass man nach dem Rauchen großen Appetit bekommt und oftmals können wir der Versuchung nach Süßem nicht widerstehen. Ein Kuchen, eine Süßigkeit... Trotz dieses Zuckerzusatzes in der Ernährung hatten Studien aus unterschiedlichen Ländern festgestellt, dass die niedrigsten Zahlen von Fettleibigkeit und Diabetes bei Cannabis-Konsumenten waren, im Vergleich zu Nicht-Konsumenten. Trotzdem war alles, was wir dazu bis heute wussten, nur Schatz aus Volksweisheiten.

Um diese Fragestellung zu vertiefen, wurde von Forschern von der Universität von Nebraska, von der Havard School of Public Health und vom Beth Israel Deaconess Medical Center de Boston eine Studie durchgeführt, an der 4657 erwachsene Männer und Frauen teilgenommen haben. Unter ihnen befanden sich zur Zeit der Studie 579 Marihuana-Raucher und 1975, die davor schon einmal geraucht hatten. Der Rest von ihnen hatte noch nie in ihrem Leben Marihuana konsumiert.

Die Autoren von dieser Forschung untersuchten bei den Konsumenten von Cannabis die Blutzuckerwerte, die Insulinresistenz und andere Faktoren im Zusammenhang mit Diabetes. Dazu unterteilten sie die Befragten in drei Gruppen: in jene, die nie zuvor Marihuana geraucht hatten; in jene, die in den letzten 30 Tagen konsumiert hatten und in jene, die gewohnheitsmäßig konsumierten. Ihre Zielsetzung war die Bewertung von Blutzuckerspiegel bei nüchternem Magen, Cholesterinwerte, so wie auch von Blutdruck, Body-Mass-Index und Taillenumfang.

Die Ergebnisse lassen keine Zweifel: Die Konsumenten von Marihuana wiesen niedrigere Werte im Blutzuckerspiegel, die niedrigsten Werte für Insulinresistenz sowie kleinere Taillenumfänge auf. Dahingegen besaßen sie die höchsten Werte von HDL-Cholesterin, bekannt als das „gute" Cholesterin, weil es zur Senkung der Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt.

Diese Ergebnisse beweisen, dass Marihuana die Kontrolle vom Blutzucker unterstützt. Anscheinend könnte diese vorteilhafte Auswirkung im Zusammenhang mit der verbesserten Aktivität des Hormons Adiponectin stehen, welches verschiedene Stoffwechselprozesse steuert, unter anderem die Regulierung von Glukose.

Außerdem konnten die Forscher dieser Studie auch vorangegangene Forschungen diesbezüglich bestätigen, da sie darauf hindeuteten, dass Marihuana zur Steuerung des Insulinhaushalts und der Körpermasse beiträgt, was erklären würde, warum Marihuana-Raucher weniger anfällig für Fettleibigkeit und somit auch für Diabetes sind.

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Mit Information von  Fox News, The Atlantic, The American Journal of Medicine (und 2) und Association for Cannabinoid Medicines.

04/04/2014

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