fusarium

Wie bekämpfe ich den schimmelpilz fusarium auf meinen marihuanapflanzen?

  • Fusarium ist eine der Schimmelarten, die zu deinem schlimmsten Albtraum werden können, wenn du Marihuanapflanzen anbaust und nicht die notwendigen Vorsorgemaßnahmen ergreifst.
  • Dieser Schimmelpilz, der im Substrat lebt, kommt normalerweise beim Indoor-Anbau in Gewächshäusern und Growrooms vor, in denen warme Temperaturen herrschen. Wenn du also an eine der beiden Optionen denkst, um deinen Vorrat an klebrig-saftigen Buds aufzufüllen… dann solltest du besser aufpassen! Im Anschluss zeigen wir dir, wie man den Pilz Fusarium am besten bekämpfen kann. 
fusarium

Was sind Fusarien?

Der Schimmelpilz Fusarium gehört zur Familie der Nectriaceae und umfasst viele verschiedene Schlauchpilzarten, die im Boden leben. Normalerweise gehören diese Pilze zu den Saprophagen (die sich von Pflanzenresten und anderem organischen Restmaterial ernähren), das bedeutet, dass sie parasitär sind und die Marihuanapflanze kolonisieren, sich von ihr ernähren und so dafür verantwortlich sind, dass unsere Hanfpflanzen krank werden und gegebenenfalls auch sterben. 

Was passiert, wenn sich Marihuanapflanzen mit Fusarium infizieren?

Der Fusarium greift vom Boden aus an und kolonisiert die Xyleme (ein Leitsystem, das den Transport von anorganischen Salzen und Wasser dient) der Marihuanapflanze, wodurch der Nährstofffluss unterbrochen wird. Wenn wir das mit dem menschlichen Körper vergleichen würden, dann wäre es so, als würde der Pilz unsere Adern verstopfen und so die Blutzirkulation verhindern. Wenn dies mit den Pflanzen geschieht, welken sie und werden krank. Normalerweise ist das ein schneller und tödlicher Prozess. Es gibt noch kein effizientes Gegenmittel, um diesen Schimmelpilz zu bekämpfen, weshalb es das Beste ist, die infizierte Pflanze zu beseitigen. 

Welche Symptome treten bei Hanfpflanzen auf, die an einer Fusarium-Infektion leiden?

  • Fäule am Stängelgrund
  • Kleine Flecken an den unteren und älteren Blättern
  • Anzeichen von Chlorose (charakteristische Gelbfärbung der Blätter)
  • Die Blattspitzen rollen sich nach oben ein, kurze Zeit später werden sie gelb, welken und sterben
  • Verholzung des Stängels: Ein Trick, an dem man erkennt, ob die Cannabispflanze an einer Fusarium-Infektion leidet, ist einen Stängel abzuschneiden. Wenn dieser im Inneren eine bräunlich-rote Farbe besitzt, dann ist der Befund positiv.

Wie kann man Fusarium vorbeugen und kontrollieren?

Da es noch kein effizientes Gegenmittel für diese Pilze gibt, ist in diesem Fall die Prävention wichtiger denn je. Aus diesem Grund solltest du zuerst darauf achten, dass beim Anbau von Marihuana nicht die Konditionen entstehen, die die Entstehung einer Fusarium-Infektion begünstigen. Ein warmes und säurehaltiges Substrat mit einer Nährstofflösung und einer Temperatur über 28 Grad sind ideale Konditionen, damit der Pilz sich wohlfühlt und sich einnistet. 

Hier stellen wir dir eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen vor, um einer Fusarium-Infektion deiner Marihuanapflanzen vorzubeugen: 

  • Das Substrat sollte immer eine Temperatur von unter 30 Grad besitzen
  • Sauberkeit, Sauberkeit und mehr Sauberkeit! Die Hygiene bei deiner Marihuanapflanzung und den eingesetzten Werkzeugen ist unerlässlich
  • Vermeide die Überdüngung mit Stickstoff
  • Man kann den Boden desinfizieren, in dem man Wasserstoffperoxid einsetzt. Einerseits, um die Ausbreitung des Pilzes Fusarium entgegenzuwirken, andererseits, um das Substrat deiner Hanfpflanzen mit Sauerstoff anzureichern. Zwischen 20 und 30cc Wasserstoffperoxid je Liter Wasser sollte genügen
  • Als biologische Schädlingsbekämpfung kann man dem Substrat Trichoderma hinzufügen, ein Pilz, der das Risiko der Entstehung einer Fusarium-Infektion verringert
  • Bevor man die Hanfsamen pflanzt, kann man natürliche Fungizide, wie Stachelhalm oder Brennnesseln einsetzen
  • Wenn du einen Indoor-Anbau betreiben willst, dann stell sicher, dass der untere Teil deiner Hanfpflanzen gut belüftet ist. Du kannst dabei einen Ventilator zur Hilfe nehmen, den du auf die richtige Höhe einstellst.

Wenn deine Marihuanapflanzen schon befallen sind, dann empfehlen wir dir, sowohl die betroffenen Pflanzen als auch das Substrat so schnell wie möglich zu entfernen. Danach musst du besonders aufmerksam sein und die anderen Pflanzen beobachten, ob sie Symptome entwickeln, die auf eine Fusarium-Infektion hindeuten, denn dieser Schimmelpilz kann jahrelang im Substrat aktiv bleiben. Wenn deine Marihuanapflanzen von diesem Pilz befallen wurden, solltest du deshalb alles tief greifend desinfizieren. 

31/01/2017

Kommentare unserer Leser

2 Kommentare
4 von 5 (Grundlage: 2 User-Kommentare)
Kommentar hinterlassen
  1. 3 von 5

    Ihr habt geschrieben, dass man das Gieswasser mit Wasserstoffperoxid desinfizieren soll (20 bis 30cc), habt aber nicht angegeben, in welcher Ausgangskonzentration das H2O2 vorliegen muss (gibt es im Handel von 3% bis 30%) und auf welche Menge reines Wasser man es dann geben muss. Könnt ihr das vielleicht beantworten?

    1. 5 von 5

      Eine gute Base wäre das Mischen von Wasserstoffperoxid mit einer Konzentration von 3 bis 4% Wasserstoffperoxid. Zum Mischen mit 1 Liter reinem Wasser wird 1 Liter Wasserstoffperoxid (Konzentration von 3 bis 4% Wasserstoffperoxid) verwendet. Hoffe, das wird dir helfen, gute Kultur.

Kontakt

x
Kontaktier uns