Der Mittlere Osten und seine Konflikte: so ist das Cannabis-Geschäft mitten im Krieg

  • Der Krieg in Syrien hat das Land fast komplett zerstört und Unsicherheit in den Nachbarländern geschürt. Das hat eine Situation geschaffen, in der viele Regierungen der betroffenen Gebiete bestimmten Dingen, wie den Anbau von Cannabis, keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Dabei wurde diese Aktivität vorher genaustens überwacht und verfolgt. Ganz in der Nähe schwelt auch der Konflikt zwischen Israel und Palästina weiter und führt zur Blockierung und Schließung von Grenzen. Deshalb sehen sich die Israelis gezwungen, ihr eigenes Marihuana anzubauen, das sie vorher über die Grenzen von Ägypten bezogen haben.

Es sind vier Jahre vergangen, seitdem die Syrer im Jahr 2011 mit der friedlichen Revolution gegen die Regierung von Baschar al-Assad begonnen haben. Jetzt hat sich diese Revolution in einen Bürgerkrieg verwandelt, der unzählige Leute getötet und vertrieben hat. Außerdem mussten viele Leute aus komplett zerstörten Städten fliehen.

Dieser Krieg hat dazu geführt, dass die Regierungschefs dieser Region all ihre Kräfte darauf richten, die Terrorgruppen zu bekämpfen, damit sie das syrische Gebiet nicht verlassen. Dabei sind andere Angelegenheiten in den Hintergrund getreten (zum Glück für die Grower), wie der Anbau von Cannabis, der vor Beginn der Krise im Augenmerk der Autoritäten stand.

Die Marihuanapflanzen dieser Region blühen ohne Einschränkungen und werden geerntet und zubereitet, um dann direkt auf europäischen Straßen verkauft zu werden. In Ländern wie den Libanon, Syrien, Irak, Jordanien und Ägypten wächst das Marihuana auf Feldern, auf denen vorher Rüben wuchsen. Der Mittlere Osten hat sich in das Zentrum eines Multimillionen-Dollar-Handels verwandelt und die Züchter scheinen zu den bewaffneten Truppen des Landes zu gehören, die auf irgendeine Weise auch dabei helfen, das Gebiet unter Kontrolle zu halten, während sie ihrer Arbeit nachgehen. Dabei sind sie umgeben von AK47, Maschinengewehren und Raketenwerfern.

Hier den Post auf Englisch weiterlesen.

28/09/2015

Kommentare unserer Leser

Noch keine Kommentare vorhanden. Wollt ihr die ersten hinterlassen?

Kommentar hinterlassen

Kontakt

x
Kontaktier uns